Land in Sicht!
Neues Schulhofkonzept von der Jugendwerkstatt Steimke
Mit Uslars Schulhöfen tut sich was. Nun haben auch die Kinder der Albert-Schweitzer-Förderschule Uslar eine neue Pausenattraktion. Jugendliche und Teilnehmer aus zwei Maßnahmen der Jugendwerkstatt Steimke (AQS und Chiko!) nahmen im Januar 2008 die Konzeption in Angriff. Acht Monate später - im September 2008 - konnte schließlich zur Einweihungsfeier geladen werden.
Als die Förderschule Uslar, Anfang diesen Jahres, von der Gerhart-Hauptmann-Straße in das ehemalige Realschul-Gebäude umzog, wurde bereits darüber nachgedacht, wie das dort vorhandene Schulhofgelände interessant gestaltet werden könnte. Schließlich wurde die Jugendwerkstatt Steimke hinzugezogen, um Vorschläge zu erarbeiten. Vorab wurden 3 Funktionsziele benannt:
- Bewegung, Geschicklichkeit
- kreatives Spielen, Gestalten
- "grünes Klassenzimmer"
In dem von Heinz Rickert - Leiter der Jugendwerkstatt Steimke – entwickelten Gesamtkonzept wurden verschiedene Maßnahmen vorgesehen:
- Abenteuer-Schiff
Bereits auf dem alten Gelände der Förderschule regte ein Schulschiff zum Spielen an. Nun soll auch das neue Abenteuerschiff zu kreativen Rollenspielen einladen und gleichzeitig als Themenblickfang für die gesamte Anlage dienen. - Grünes Klassenzimmer
In einem offenen Bereich, unter einer Birke, bietet nun ein „Beiboot“ des Abenteuerschiffs Platz für Unterricht im Freien sowie weitere projekt- und unterrichtsbezogene Aktivitäten. - Freeclimbing-Wand
In einem Kletterbereich, mit „Freeclimbing“-Wand können die Schulkinder nun ihren Mut und ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Die geringe Fallhöhe sowie das Fallschutz-Material sorgen dabei stets für ein gefahrloses Spielvergnügen. - Bewegung & Geschicklichkeit
Der bereits vorhandene Beachvolleyball-Bereich wurde saniert und ausgebaut, so dass nun Möglichkeiten zum Toben sowie für Fußball, Beachvolleyball und Badminton bestehen.
Die Jugendlichen konzipierten und setzten um
Jugendliche aus verschiedenen Maßnahmen begannen im Rahmen des Unterrichts mit ihren Recherchen, zu den im Konzept festgehaltenen Themen. Verschiedene Möglichkeiten wurden gemeinsam mit den Anleitern abgewogen und intern präsentiert. Für das Abenteuer-Schiff entwickelten die Jugendlichen drei Papp-Modelle, von denen sie eines vor der Förderschul-Lehrerschaft präsentierten.
Die Umsetzung begann mit den Sommerferien, damit schnell gearbeitet werden konnte. Sämtliche Arbeiten geschahen nach strengen Vorschriften und mussten sich schließlich dem strengen Blick eines TÜV-Prüfers standhalten.
Zusammenführung der Kompetenzen
Für die Jugendlichen, wie auch für die Anleiter, bedeutete dieses Projekt planerische und umsetzungsrelevante Kompetenzen einfließen zu lassen. Alle Anleiter bekamen spezielle Trainings, in denen das erforderliche Know-How über die einzuhaltenden DIN-Vorschriften für Kinderspielanlagen vermittelt wurde.
Die Jugendlichen mussten sich in der Recherche- und Konzept-Phase beweisen und schließlich ihr erarbeitetes Modell präsentieren. Später, in der Umsetzungsphase, wurden wiederum handwerkliche Fähigkeiten abverlangt. Dabei entpuppte sich ein Teilnehmer als wahres Bildhauer-Talent und schnitzte aus einem Baumstamm ein wahres Kunstwerk. Lediglich einige Drachenkopfbilder aus dem Internet dienten ihm als Vorlage, woraus er schließlich eine prächtige Galionsfigur schnitzte. Diese ziert nun den Bug des Abenteuer-Schiffes.
Diese Zusammenführung ganz unterschiedlicher Teilnehmer-Fähigkeiten führte schließlich dazu, dass im September 2008 zur Einweihungsfeier geladen werden konnte. Die Kinder der Förderschule Uslar wiederum konnten das neue Schulhalbjahr mit einem lauten „Land in Sicht!“ beginnen.